Wie kennt ihr Kreuzberg aus den Medien? Als sozialen Brennpunkt, Randale-Bezirk, Türk-Town und Drogenumschlagsplatz? Auch wenn in den letzten Jahren die Meinungen über Kreuzberg  positiver geworden sind, viele Menschen haben immer noch Vorurteile gegen unsere Heimat bzw. Menschen mit sog. Migrationshintergrund.

 

Das Projekt:

Anfang des Jahrtausends beobachteten wir in unserem Umfeld und in den Medien, dass rechtsextremistische Übergriffe und rassistisches Denken in der Gesellschaft stark zugenommen haben. Insbesondere der Berliner Bezirk Kreuzberg, in dem wir wohnen und aufgewachsen sind, musste dazu herhalten, dass es angeblich eine „Überfremdung“ in Deutschland gibt. In der Zwischenzeit haben wir nicht nur den „11. September“, die hitzigen Diskussionen über die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund, das Buch von Sarrazin und die folgenden Diskussionen erlebt, sondern die EU-Krise, den arabischen Frühling und den Flüchtlingsstrom aus dem afrikanischen Kontinent und letztlich aus dem Nahen Osten.

In ganz Europa werden Diskussionen darüber geführt, wie mit der Einwanderung von Menschen in so hoher Zahl umgegangen werden kann und muss. Gleichzeitig schließen sich einwanderungs- bzw. islamkritische Gruppen zusammen und machen lautstark oder mit Gewalt deutlich, dass sie der Einwanderung von Menschen aus armen oder muslimischen Ländern kritisch gegenüber stehen, um es vorsichtig auszudrücken.

Insbesondere Kreuzberg und Neukölln, wo Menschen aus nahezu 180 verschiedenen Nationen leben, müssen in den Medien oder an den Stammtischen unseres Landes oft für eine gescheiterte Integrationspolitik herhalten.

Seit 2001 arbeiten wir aktiv gegen solche Vorstellungen.

In diesem Zusammenhang laden wir, anfänglich Jugend- und Schülergruppen aus Berlin und den neuen Bundesländern, mittlerweile Gruppen jeden Alters und jeglicher Herkunft in unseren Bezirk ein.

Zehra (5)

Die Idee war und ist, anderen Menschen unseren Alltag zu zeigen und Türen zu öffnen, die normalerweise für Außenstehende nicht zu erschließen sind.

Von Anfang an stand daher fest, dass wir kein statisches Projekt entwickeln. Das Projekt wächst mit uns aber auch mit der jeweiligen Gruppe und wird situationsbestimmend variiert.

Das bieten wir Euch an:

einen Vortrag im FHXB-Museum als Einstieg,

Zehra (2)

einen Spaziergang durch das legendäre SO36, wo Kreuzberg am buntesten ist, Gespräche über das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft in einem ungewöhnlichen Berliner Stadtteil, einen Besuch in einer typischen Hinterhofsmoschee mit Inputs und Diskussionen über den Islam, und zum Ende, auf Wunsch, ein  Mittagessen in einem traditionellen türkischen Restaurant (Stand Januar 2016: 6,- pro Person).

Der xbergtag ist ein Projekt der Gesellschaft für interregionalen Kulturaustausch e.V..